(c) B. EßlingKirchturm Bonifatiuskirche Dienheim
Hinweise auf eine erste Kirche von 782 finden sich an der Stelle der heutigen. 1496 hatte die Kirche die Form einer Basilika, in einem Nebenbau ein Heiliges Grab als Endpunkt des Oppenheimer Kreuzweges. Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert im Chorraum. Vier Glasfenster des Michelstädter Glaskünstlers Heinz Hindorf von 1963. Der Kirchturm aus romanischer Zeit ist Eigentum der gesamten Gemeinde Dienheim. An einem Kerzenbaum können Lichter entzündet werden.
Dolgesheim: Die Kirche ist eine St. Bonifatiuskirche, Pfarrkirche seit 1338, Datierung des Vorgängerbaus ins 13. Jahrhundert. Vergrößerung um das Doppelte auf jetzige Größe 1616-1618. Großes Auferstehungsfenster (1907) gegenüber dem Eingang. Darunter kleine ovale Fenster mit Taufe Jesu und Grablegung. Die Fenster haben eine in Rheinhessen einmalige florale Fassung. Sakramentsnische aus dem Mittelalter. Bibel- und Gesangbuchverse an den Wänden im Altarraum. Die Orgel (19. Jahrhundert) wurde 1957 von Albert Schweitzer bei der Trauung eines Freundes gespielt und ihr Klang gelobt. Pfarrhaus von 1606. Im Ort Rathaus von 1596, Jüdischer Friedhof und ehemalige Synagoge.
Weinolsheim: Die Kirche, 1846 als Betsaal und Schulgebäude der Reformierten erbaut, wurde 1898 erweitert, mit dem Dachreiter versehen und zur Kirche ausgebaut. Der Zustand von 1898 wurde mit der Sanierung 1990 wieder weitgehend hergestellt. Sehenswert in der Kirche sind das Deckengemälde und die Orgel, die orchestral gestimmt ist und so mit anderen Instrumenten zusammen spielen kann. Ebenfalls sehenswert ist der Taufstein. Er wurde von dem Steinmetz Holger Schinz-Sauerwein entworfen und gestaltet. Das Taufbecken ruht auf einem Steinblock, in den rundum vier Tugenden eingemeißelt sind, die sich an den Händen halten: Glaube, Vertrauen, Mut und Zuversicht.
(c) B. EßlingKirchturm Dolgesheim
(c) B. EßlingKirchturm Weinolsheim
(c) B. EßlingKirchturm Guntersblum
Denkmalgeschützte „Heidenturm“-Kirche: Türme von 1102 nach Jerusalemer Vorbild, Taufstein von 1480, Orgelprospekt Stumm von 1770, Orgel Bechstein von 1912. Barrierefreie Kirche (600 Sitzplätze), im Altarraum Platz für bis zu 100 MusikerInnen. Gemeindehaus (1964, saniert 2014) mit Saal für 120 Personen, Bühne, Jugendkeller. Guntersblum (4.000 Einwohner) ist vom Weinbau geprägt, überregional bekannt durch den „Kellerweg“.
Herausragende Besonderheit in Oppenheim: die gotische Katharinenkirche (500 bis 900 Plätze), Michaelskapelle mit dem berühmten Beinhaus und Kapellengarten. Kirchenführungen und „Katharinenlädchen“, kirchenpädagogische Arbeit, z.B. „Klösterliche Schreibstube“. Oppenheim unterhalb der Burgruine Landskrone hat einen malerischen Marktplatz und das sehenswerte „Kellerlabyrinth“.
© B. EßlingWoehl-Orgel Katharinenkirche Oppenheim
(c) B. EßlingKirchturm Selzen
(c) B. EßlingKirchturm Hahnheim
Drei Dörfer – drei Kirchen: Die Köngernheimer Dorfkirche ist die kleinste. Sehr familiäre, dichte Gottesdienste. Büste des „evangelischen Ritters“ Franz von Sickingen in einer Wandnische. Der Turm der Kirche in Selzen (12. Jahrhundert) ist das älteste Bauwerk des Ortes. Der Kirchbau stammt aus der Renaissance. Vor kurzem aufwändig restaurierte Stumm-Orgel. Die Hahnheimer Kirche besticht durch ihre Klarheit. Altarraum modern gestaltet mit geschwungenem Kreuz und farblichen Akzenten des Künstlers Eberhard Münch.
Uelversheim: Besonders sehenswert ist die Uelversheimer Kirche (1720) mit ihrem Grundriss eines gleichmäßigen Achtecks. Die Wege in der Kirche verbinden wie ein Kreuz beide Eingänge, Altar und Aufgang zur Empore. Dadurch sitzt die Gemeinde nahezu in einem Rund, Altar und Kanzel sind in einer Linie verbunden wie sonst nur bei reformierten Kirchen üblich. Bei umfassender Renovierung 2014 bis 2018 neues Glasfenster von Jakobus Klonk und Prinzipalien von Matthias Eder.
Eimsheim: Die Eimsheimer Kirche wurde um 1900 an der Stelle einer kleineren Kirche errichtet. Sie ist außergewöhnlich groß und kostbar ausgestattet. Bis in den Turm hinauf gestaltete Fenster: zwei große zeigen die Kreuzigung und die Bergpredigt, ein rundes Fenster über dem Altar die Auferstehung. Im Bereich der Empore Abbildungen von Martin Luther, Philipp von Hessen und König David. Die sehenswerte Bemalung im Altarraum zeigt das Neue Jerusalem mit den Evangelistensymbolen.
(c) B. EßlingKirchturm Uelversheim
(c) B. EßlingKirchturm Eimsheim
(c) B. EßlingKirchturm Friesenheim
Die Kirche in Undenheim besticht durch eine besondere Innengestaltung in Grün und ihre historischen Glasfenster mit biblischen Motiven. Das heutige Gemeindehaus steht auf dem Platz der alten reformierten Kirche. Heimatmuseum im Ort. In Friesenheim neo-klassizistische Kirche mit Buntglasfenstern und reicher Bemalung. Ältestes Haus Friesenheims mit renoviertem Fachwerk in der Hauptstraße.